Flugsimulator Boeing 747-200

Welcher Luftfahrtenthusiast hat nicht schon einmal davon geträumt:
Vom Pilotensitz eines mächtigen Airliners aus werden Schalter umgelegt, Knöpfe gedrückt und sobald man den Schubhebel langsam nach vorn drückt, spürt man die Kraft der mächtigen Turbinen beim Start.

Dieser Traum ist gar nicht mal so abwegig und seine Erfüllung auch nicht so teuer wie man vielleicht glaubt. Die Firma ProFlight macht Erlebnisflüge in modernen Fullflight-Simulatoren für Jedermann möglich, indem sie Restkapazitäten aller Lufthansa Simulatoren vermarktet.

Als Geburtstagsgeschenk durfte auch ich einmal fliegen

Flugvorbereitung

Wir fuhren nach Frankfurt und nach den Formalitäten am Eingangsgebäude des Tor 21 in Frankfurt ging die Gruppe auf das Areal der Lufthansa Hauptniederlassung. Auf dem Weg zum Hauptgebäude, in dem alle Flüge koordiniert werden (und auch der Vorstand beheimatet ist), erläuterte der pensionierte Boeing 747-200 Pilot uns den Ablauf des insgesamt dreistündigen Paketes:

Zuerst würden wir wie ein echter Kapitän durch die Räume der Flugvorbereitung gehen und uns die wichtigsten Punkte anschauen. Dieser Teil der Flugvorbereitung ist natürlich nur in Frankfurt möglich, denn nicht an allen Simulatorstandorten gibt es einen großen Dispatch. Danach geht es zu den Simulatoren und nach einem intensiven Briefing zum Flug in den Simulator. Dort werden wir eine volle Stunde "unsere" 747-200 fliegen und zum Abschluss beim Debriefing nochmals auf den Flug eingehen.

Gesagt - getan, im Eingangsbereich zum Lufthansa-Crewgebäude erzählte der Pilot uns über den Arbeitstag eines Piloten, den Ablauf vor jedem Flug und natürlich ein paar Anekdoten aus seiner fliegerischen Karriere.

Dann ging es weiter vorbei an den Briefingkabinen zu den Computern, an denen der Dispatch abgewickelt wird. Hier erhalten die Crews u.a. Informationen über das Wetter und die zu fliegende Route.

Briefing

Nach den Flugvorbereitungen gingen wir weiter zum Simulatorgebäude. Dort hat jeder Simulator seinen eigenen Briefingraum und da die Simulatoren nach Möglichkeit rund um die Uhr ausgelastet werden, ist es nicht verwunderlich, dass wir sogar zu dieser späten Stunde noch Crews im Simulator antrafen.

Im Briefing-Raum angekommen, erläuterte uns der Pilot sehr ausführlich alle wichtigen Systeme der B742. Auch die erfahrensten PC-Piloten können dabei so einiges dazu lernen. Angefangen von den Basics wie dem Einleiten einer Kurve bis hin zu komplexen Abläufen wurde alles verständlich und professionell erklärt.

Das Gute an den Briefingräumen ist, dass alle Instrumente auf weißen Brettern im Maßstab von 1:1 abgebildet sind. So ist es auch für Laien später im Simulator einfacher, alle wichtigen Schalter und Anzeigen zu finden.

Unsere Gruppe bestand aus dem Piloten, einem ehemaligen First Officer, 2 weiteren "Testpiloten" und mir. Es durfte immer ein Testpilot fliegen und ein weiterer assistierte als Co-Pilot. Der Dritte saß auf dem Platz des Flight-Engineers.

Der Flug

Der Eingang zu den Simulatoren befindet sich eine Treppe höher. Dort angekommen mussten wir noch 3 Minuten warten eine echte 742 Crew aus dem Simulator kam.

Ich setzte mich zuerst auf den Platz des Flight-Engeneers und überblickte die Lage und filmte den ganzen Spaß. Nun war ich an der Reihe: als erstes musste ich Starten und durfte mich ein wenig mit dem Flugverhalten vertraut machen. Dann kam eine Landung aus einem direkten Anflugwinkel und anschließend einer Landung bei der ich auch den Anflug (Kurve) machen musste.

Debriefing

Leider war die Stunde im Simulator viel zu kurz, doch einfach ein geniales Erlebnis.

Nun gingen wir in den Briefingraum für das Debriefing, in dem uns der Pilot noch einiges Erklärt hat und uns ein Formular und den Ausdruck des Anfluges aushändigte.

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