Interrail 2004

Im Sommer 2004 ging es mit der Eisenbahn durch England, Wales, Schottland und Frankreich:

Manchester - Glasgow - Edinburgh - Bristol - Cardiff - Salisbury - Oxford - London -Portsmouth - Cherbourg - Bayeux - Paris - Nantes - La Rochelle - Perpignan - Adge - Avignon - Lyon - Straßbourg

Hier findest Du den kompletten Reisebericht.

Interrail 2004 Routenkarte

Tag 1 - 26.07.04 - Stuttgart - Manchester

Route: Markgröningen - Stuttgart Flughafen - Manchester Flughafen - Manchester
Highlights: Manchester Innenstadt, Pubs
Übernachtung: freies Hostel namens „Hatters"

Zunächst haben wir – in Manchester angekommen – die Touri-Information aufgesucht.
Leider gibt es in der gesamten Umgebung keine Campingplätze und so suchten wir uns die billigste „Accomodation“ raus: ein Youth Hostel direkt in der Innenstadt für 15£ pro Person,
Die Frau an der Rezeption erschien uns gleich etwas komisch, denn sie hatte einen sonderbaren Dialekt. Nach ungefähr 10min reden gab sie sich dann auch als Deutsche aus.
Nachdem sich das geklärt hatte führte sie uns ein wenig in die Stadt Manchester ein und zeigte uns auf dem Stadtplan viele interessante Punkte, zum Beispiel „Gay Village“ oder den ältesten Pub von England, die wir dann auch zum Teil besuchten.
Nachmittags kamen wir wieder zurück in die JuHe um ein wenig Billard zu spielen.
Aufgrund eines Defektes am Gebäude durften die oberen 3 Stockwerke nicht kommerziell genutzt werden und so mussten wir in einen Massen-Schlafsaal umziehen. Als Entschädigung bekamen wir aber jeder 3£ wieder zurück.
Am Abend besichtigten wir noch China Town, aßen in einem Burger Restaurant und kehrten schließlich noch in einen Pub in Gayvillage ein.

Tag 2 - 27.07.04 - Manchester - Glasgow

Route: Manchester Piccadilly - Glasgow Central - Glasgow Queen Street - Stepps
Highlights: Innenstadt Glasgow
Übernachtung: Zeltplatz in Stepps, Vorort von Glasgow

Um 9.00 aufgestanden wuschen wir uns und frühstückten in der Küche, es gab Toast, Margarine und Fertig-Kaffee.
2 Stunden später fuhr dann auch schon unser „Virgin Train“ nach Glasgow, wo wir wieder gleich die Touri-Info aufsuchten, wo wir einen Zeltplatz empfohlen bekamen, den wir auch sogleich aufsuchten.
Außer ein paar kleinen Verständigungs-Problemen mit dem Inhaber, der schottischen Dialekt sprach, lief alles glatt.
So auch unser erster Koch-Versuch: Spaghetti mit Pesto.
Abends fuhren wir dann wieder zurück nach Glasgow um die Innenstadt zu erkunden. Leider gab es nichts Besonderes zu besichtigen und so wurde es auch relativ schnell langweilig, was dazu führte, dass wir schon um halb zehn wieder zurück zum Campingplatz fuhren.

Tag 3 - 28.07.04 - Glasgow - Edinburgh

Route: Glasgow Queen Street - Edinburgh
Highlights: Edinburgh Castle, Innenstadt
Übernachtung: Zeltplatz außerhalb von Edinburgh am Firth of Forth

Am Morgen ging es heute relativ früh los zurück vom Campingplatz in Stepps nach Glasgow.
Dort fuhr dann auch gleich um 10.00 ein Zug nach Edinburgh. Während der Zugfahrt gab es ein ausführliches Nutella-Toast Frühstück.
In Edinburgh ging es wie üblich erst zur Infostelle für die Touristen, die uns diesmal sehr ausführlich über Campingplätze informierte.
Eine gute halbe Stunde entfernt gab es einen wunderschönen Campingplatz, ca. 200m vom Meer (Fjord) entfernt. Nachdem wir gekocht hatten (Salat, Spaghetti und Tomatensoße) ging es wieder zurück in die Stadt.
Dort besichtigten wir zunächst Edinburgh Castle, wo schon die Tribünen für das Military Tattoo 2004 bereitstanden.
Von dort aus ging es an verschiedenen Touri-Shops vorbei wo sich Stefan einen original schottischen, sogar „fully playable“ Mini-Dudelsack kaufte. Danach schlenderten wir noch ein wenig durch die Innenstadt, kauften für das Abendessen ein, legten uns in den Park und fuhren dann zurück zu unseren Zelten.
Dort luden wir mit einem Nobel-Preis-verdächtigem Trick unsere Akkus und Handys in einer Wasch-Kabine auf (Code-Name: Heribert). Am Abend gab es Baguette, Schinken, Käse und 12 Dosen Miller. Wir trafen einen Radfahrer wieder, der auch schon am Tag zuvor in Glasgow/Stepps zusammen mit uns gezeltet hatte.

Tag 4 - 29.07.04 - Edinburgh - Bristol

Route: Edinburg - Bristol (ca. 7 Stunden)
Highlights: -
Übernachtung: Jugendherberge in Bristol

Nachdem wir um 8.00h aufgewacht sind harrten wir noch eine Weile in unseren Zelten aus, da es wie aus Kübeln goss.
Als es aufgehört hatte zu schütten, packten wir unsere Rucksäcke, duschten und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Leider mussten wir unseren 5. Weggefährten, der uns über Nacht unsere Geräte aufgeladen hatte (Markus' Schuhe a.k.a Heribert), in der Waschkabine zurücklassen.
Nachdem wir am Bahnhof eine Stunde gewartet hatten, war dann auch noch der Zug, der uns nach Cardiff/Wales bringen sollte, voll besetzt.
Allerdings fuhr 20min danach ein Zug nach Bristol.
Während der siebenstündigen Zugfahrt verbrachten wir die Zeit mit Nutellabrot essen, lesen und Musikhören.
Gegen 19.00h kamen wir in Bristol an und wir beschlossen gezwungenermaßen die Nacht in einer JuHe zu verbringen, da die Touristeninfo geschlossen war.
Am Abend gab es wieder Spaghetti mit Tomatensoße, Thunfisch und Salat. Da wir nach der langen Zugfahrt ziemlich K.O. waren, schliefen wir dann auch recht schnell ein (begleitet von erbärmlicher Dudelsack-Musik).

Tag 5 - 30.07.04 - Bristol - Cardiff - Salisbury

Route: Bristol - Cardiff - Bristol - Salisbury
Highlights: Cardiff Castle, Innenstadt, Park, Stadium
Übernachtung: Salisbury Camping Site

Nach einer ausgiebigen Dusche in unserem Vierer-Zimmer gab es im „Dining-Room“ der JuHe ein vorzügliches Frühstück.
Gestärkt und ohne Gepäck zogen wir los um Cardiff zu besichtigen. Dort stellten wir fest, dass fast alle Schilder auch in Walisisch übersetzt waren.
Leider waren auch hier in Wales die Eintrittspreise überteuert und so sparten wir uns einen Besuch in Cardiff Castle, das von außen sowieso nicht sehr prickelnd aussah.

Nachdem wir in einem der zahlreichen Burger-King-Restaurants kurz etwas aßen, nahmen wir um 14.00h wieder den Zug zurück nach Bristol.
Dort holten wir unser Gepäck und suchten erneut den Bahnhof „Temple Meads“ auf. Von dort aus ging es diesmal Richtung Küste/Süden nach Salisbury.
Leider war es zu spät um Stonehenge noch zu besuchen. Also kauften wir unser Abendessen, wir einigten uns auf Burger mit Salat, Zwiebeln und Mayo.
Aufgrund der strengen Bestimmungen der englischen Regierung konnten wir leider unser Bier nicht kaufen, allerdings war der Weg zum Campingplatz noch lang genug, so dass wir doch noch an 8 Dosen Guiness-Schwarzbier (die übrigens eine jeweils Plastik-Kugel enthielten, die verhindern, dass beim Öffnen der Dose das Bier rausspritzt) kamen. Der Campingplatz war vom Preis her billig wie nie und dennoch sehr gut.
Wir verbrachten einen gemütlichen Abend am (Einweg-)Grill.

Tag 6 - 31.07.04 - Salisbury - Stonehenge - Oxford

Route: Salisbury - Stonehenge - Salisbury - Oxford
Highlights: Stonehenge
Übernachtung: Campingplatz in Standlake (Vorort von Oxford)

Heute standen wir etwas später auf, wir duschten und wollten uns dann so schnell wie möglich auf den Weg zu Stonehenge machen, Das war allerdings nicht so einfach wie gedacht. Wir warteten eine Stunde auf den Bus um dann zu erfahren, dass dieser schon vollbesetzt mit Touris war. Der nächste Bus konnte uns leider nur nach Amesbury bringen wo wir dann noch einmal eine Stunde später den Bus nach Stonehenge bekamen. Leider war der Eintrittspreis mal wider zu teuer und so schossen wir nur ein paar Fotos durch und über den Zaun und fuhren dann gleich mit dem nächsten Bus zurück nach Salisbury, wo wir dann den Zug nach Oxford nahmen. Dummerweise war es inzwischen schon so spät, dass die Touristen Information geschlossen war. Wir fanden zwar eine Adresse von einem Campingplatz im Schaufenster, allerdings hatten wir keine Ahnung, wie wir ihn finden sollten. Erst ca. 2 Stunden später kamen wir mit dem Taxi am völlig in der Wildnis gelegenen Campingplatz an. Heute gab es mal keine Nudeln, sondern Reis mit Chili Sauce. Außer Frisbee spielen passierte an diesem Abend nicht mehr viel. Übrigens hatten wir es irgendwie geschafft uns schon wieder (zum vierten mal von vier mal campen) uns einen Campingplatz direkt in einer Einflug-Schneise zu suchen.

Tag 7 - 01.08.04 - Oxford - Slough

Route: Oxford - Maidenhead - Slough
Highlights: Oxford: Radcliffe Camera, versch. Colleges, Brücken, Denkmäler
Übernachtung: In Slough bei Michael Glintzer und Iryna Dyachenko

Am nächsten Morgen mussten wir leider feststellen, dass die Rückreise nicht einfacher war als die Hinfahrt zu dem entlegenen Campingplatz. Es fuhr hier sonntags nämlich kein Bus. Also brauchten wir wieder ein Taxi. Auch das gestaltete sich ein wenig schwierig. Nach mehreren erfolglosen Versuchen bei diversen Taxiunternehmen ein Taxi zu ordern, half uns die Frau an der Rezeption und bestellte uns ein Cab. Als wir in Oxford ankamen war es bereits Mittag. Wir machten eine ausführliche „Rund“-Tour durch die Altstadt und verbrachten so den ganzen Tag. Am Abend erreichten wir Markus’ Bekannten in Slough bei London, bei dem wir die nächsten zwei Tage verbringen durften. Zum Empfang gab es ein ausgiebiges BBQ mit allem was dazugehört: 24 Dosen Foster's, Salate, Nudeln und natürlich jede Menge Fleisch… Leider war das Chaos im Haus, das aufgrund des Umzugs von Michael und Iryna zu groß, sodass wir unsere Zelte kurzerhand im Garten aufschlugen.

Tag 8 - 02.08.04 - London

Route: Slough - London Paddington und viel Underground - Slough
Highlights: Die wichtigsten
Übernachtung: In Slough bei Michael Glintzer und Iryna Dyachenko

Am nächsten Morgen ging es ungewöhnlich früh – um 6.30h – los. Wir frühstückten und machten uns kurz darauf mit Michael und Iryna zu sechst im Auto auf den Weg zum Bahnhof in Slough. Von dort aus fuhren wir zum ersten Mal in die Metropole hinein – genauer gesagt nach London Paddington. Hier kauften wir uns ein Tagesticket für die Tube und fingen an alle möglichen Sehenswürdigkeiten in London abzuklappern. So verging der Tag wie im Flug. Am Abend beschlossen wir einen „Flight“ bei British Airways zu Buchen. Natürlich keinen richtigen Flug sondern eine Fahrt mit dem größten Riesenrad der Welt „London Eye“. Die Aussicht war trotz des vielen Smogs, der über der Stadt hing sehr beeindruckend. Später am Abend trafen wir uns mit Michael und Iryna und aßen zusammen in China Town. Danach ging es mit Underground und Auto wieder zurück nach Slough, wo wir heute im Haus schlafen konnten.

Tag 9 - 03.08.04 - Windsor - London

Route: Slough - Windsor - London Waterloo - Feltham - Slough
Highlights: Windsor Castle, Eton Royal College, Heathrow Airport
Übernachtung: In Slough bei Michael Glintzer und Iryna Dyachenko

Auch heute ging es wieder um 7.30h aus dem Haus. Wir fuhren bis nach Windsor und beschlossen das Castle anzuschauen. Da es aber noch geschlossen war liefern wir noch durch die Stadt. Wir fanden heraus, dass man in der Library einen kostenlosen Internetzugang für 30 Minuten bekam. Da wir noch die genauen Abfahrtszeiten der Fähre, die uns morgen von Portsmouth nach Cherbourg bringen sollte, herausfinden mussten, nahmen wir dieses Angebot gerne in Anspruch. Nach 30 Minuten Surfen gingen wir dann zum Windsor Castle, wo wir eine Führung mitmachten. Nach 2-3 Stunden waren wir mit unserer Besichtigung fertig und fuhren nach einem kleinen Snack nach London um dort noch Kinogutscheine als Gastgeschenk für Michael und Iryna zu kaufen. Da uns Michael am Abend noch einiges zeigen wollte, mussten wir auch relativ schnell wieder aus der Stadt raus, was allerdings nicht so einfach war… Aufgrund eines Platzregens gab es große Probleme mit dem Schienenverkehr und so ging erst einmal gar nichts mehr in London. Die U-Bahn-Schächte wurden geschlossen und die Züge waren entweder total überfüllt oder verspätet. Erst zu später Stunde konnten wir uns in Feltham mit Michael treffen, der und auf dem Nachhauseweg noch den Londoner Großflughafen „London Heathrow“ und Eton mitsamt Eton Royal College zeigte. Am Abend bekochten wir alle mit unseren „Spezial Interrail-Burgern“. Zum Nachtisch gab es noch Strudel mit Vanilliesoße.